Grusel, Grauen, Gänsehaut
NIGHTLIFE geht auf Geisterjagd
(Christian) Buuh! Pünktlich zur Geisterstunde werden Patrick und ich in die Fußstapfen von Dr. Egon Spengler treten und der Frage auf die Spur gehen, die die Menschheit seit Jahrhunderten beschäftigt: Gibt es wirklich Geister?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir erst einmal klären, was überhaupt ein Gespenst ist. Der Volksglaube versteht darunter meist ein menschenähnliches Wesen, das zwar keinen festen Körper, dafür über übersinnliche Fähigkeiten besitzt. Sein Erscheinen findet meist zu zufälligen Zeitpunkten statt, allerdings gehen viele davon aus, dass Geister ihren Spuk zur berühmten Geisterstunde um Mitternacht hervorrufen.

Eine eindeutige Einteilung der Geisterwelt fällt schwer. Während manche Menschen die Geistererscheinungen lediglich in gut und böse unterteilen, unterteilen andere die Phänomene in Dämonen, Elementaren, Engeln und Familiaren. George Tyrrell, Autor des Werkes "Erscheinungen und Visionen im PSI-Feld", definierte fünf Hauptkategorien.

Die erste Gruppe bilden die Experimentiergeister, bei denen die Geister lebender Menschen anderen Personen an anderen Orten erscheinen. Krisengeister hingegen erscheinen nur ihren Verwandten, um sie vor einem Ereignis zu warnen, das den Tod ihrer Liebsten zur Folge hat, wie beispielsweise ein Autounfall.

Die meisten Geisterscheinungen fallen unter die Kategorie der "Post-mortem"-Geister oder der "echten" Geister. Beide Typen erscheinen erst nach ihrem Tod. Erstere behalten ihr Aussehen bei und verpassen so ihnen bekannte Menschen einen tiefen Schock. Letztere sind meistens an eine bestimmte Umgebung, wie ein altes Spukschloss, gebunden. Sie werden von Menschen gesehen, die keinerlei Verbindung zu dem Verstorbenen haben.

Astralgeister tauchen sowohl in den altorientalischen Religionen, sowie in der Dämonologie des Mittelalters auf. Bezeichneten Astralgeister im Orient noch Seelen der Gestirne, verstand man im Mittelalter darunter Luftgeister, die zwischen Himmel, Erde und Hölle schweben. Dabei können das, neben gefallenen Engeln, auch Seelen von Verstorbenen oder aus dem Feuer entstiegene Geister sein.

Eine der bekanntesten Erscheinungen ist die "Weiße Frau", die in mehreren Schlössern europäischer Adelsfamilien gespukt haben soll. In Deutschland soll sie unter anderem im Berliner Stadtschloss, der Burg Hohenzollern oder dem Düsseldorfer Schloss gesichtet worden sein und stets als eine Angehörige der betroffenen Adelsfamilie beschrieben worden sein, beispielsweise als die Ahnmutter oder die Letzte ihres Geschlechts. Wer sie trifft, muss allerdings keine Angst vor ihr haben, denn sie zählt zu den guten Geistern und kündigt bevorstehende Ereignisse wie Geburt oder Tod in der Familie an.

Lassen sich viele Erscheinungen und Bilder von Geistern auf Fälschungen oder Schabernack zurückführen, kann der große Rest auf Sinnestäuschungen durch physikalische Effekte zurückführt werden. Zugluft, schlechte Beleuchtung oder elektromagnetische Felder können eine Ursache für solche Sinnestäuschungen sein.

Eines der berühmtesten Beispiele ist eine Untersuchung des Psychologen Richard Wisemans im Jahr 2003, der rund 500 Testpersonen durch das Spukschloss Hampton Court bei London schickte, in dem der Geist der Catherine Howard, die fünfte Frau Heinrichs des VIII., ihr Unwesen treiben soll.

Sein Fazit lautete: "Spuk existiert in dem Sinne, dass es in der Tat Orte gibt, an denen Leute ungewöhnliche Erlebnisse haben. Unsere Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass der angebliche Spuk keine Beweise für eine Aktivität von Geistern darstellt. Spuk ist die Reaktion von Leuten, die - vielleicht unbewusst - auf normale Faktoren in ihrer Umgebung reagieren."


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In der Sendung werden wir mit euch Geistergeschichten und -bilder auf ihre Echtheit überprüfen. Habt ihr Stories oder Material, das wir untersuchen sollen? Dann postet es in die COMMENTS!
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