Die CeBIT Highlights 2009

Ein großes Thema auf der CeBit 2009 war "GreenIT". Inzwischen gibt es einen PC von Fujitsu, der im Ruhezustand keinen Strom verbraucht und daher auch "0-Watt-PC" genannt wird. Außerdem wurde ein PC vorgestellt, der eingeschaltet lediglich 22 Watt verbraucht. Herkömmliche PC-Systeme können gerne schon mal bis zu 200 Watt oder mehr verbrauchen, abhängig davon, welche Komponenten man eingebaut hat.
Ein weiterer Trend sind die so genannten Netbooks. Dabei handelt es sich einfach um eine abgespeckte Version eines Laptops, nur eben auch leichter, kleiner und günstiger und das macht sie so beliebt. Man kann sie locker überall mit hinnehmen, im Gegensatz zu den relativ großen und schweren Laptops. Natürlich kann man mit ihnen keine anspruchsvollen Games zocken, aber für Internet, Büroarbeit, Musik und Filmchen sind sie super geeignet. Der Vorreiter in der Netbook-Szene ist der "Eee-PC" von Asus. Er wiegt nur 1,1kg und ist 2,5cm dick und hat sogar ein drehbares Display. Netbooks sind bereits ab 200 Euro zu haben.
Noch ein Highlight ist das Eee-Keyboard. Dabei handelt es sich um einen All-in-One-PC in Form einer Tastatur. Gedacht ist es so, dass man die Tastatur im Wohnzimmer verwendet um sich Fotos, Videos und andere Multimedia-Dateien auf dem Fernseher ansehen zu können. Zur Navigation ist auf der Tastatur ein 5-Zoll-Display integriert.
Eine weitere, interessante Neuerung ist auch die "MSI WindBox". Das ist ein Mini-PC, der sich einfach hinter jedem beliebigen LCD-Monitor befestigen lässt.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Konkurrenz zu Apples "iPhone". Google hat nämlich mit dem Mobilen Betriebssystem "Android" die Grundlage dafür geschaffen und wurde mit dem G1 von T-Mobile, aber auch auf vielen anderen Geräten bereits umgesetzt.
Im Bereich der Navigationssysteme hat sich auch einiges getan. Viele Navis tendieren dazu, ein Allrounder zu werden, mit dem man nahezu alles machen kann - sogar telefonieren. So können Umgebungen jetzt 3D-Realistisch dargestellt werden und die Navis verstehen sogar ganze Sätze, wie z.B. "Ich höre nichts" und das Navi stellt sich selbst lauter. Doch damit nicht genug. Es gibt jetzt auch integrierte MP3-Player, Fotoalben, UKW-Empfänger, Stauwarnungen, automatische Erkennung von Verkehrszeichen und die Anzeige von Öffnungszeiten und Gebühren von Parkplätzen. Parkplätze selber finden kann allerdings bisher noch kein Navi.
Um noch einmal zu "Green IT" zurückzukommen: Es gibt auch ein Navi-Tool, das anzeigt, wie viel Sprit eine Strecke verbraucht und wie viel CO2 dabei ausgestoßen wird. Intelligenter Weise berechnet es auch die Umweltfreundlichste Strecke.
Eines der vorgestellten Navis kann sogar per LED Informationen an die Windschutzscheibe geben. Diese Technik wird uns immer häufiger begegnen, z.B. in Form einer Geschwindigkeitsanzeige an der Windschutzscheibe, da es dort sicherer für den Fahrer ist, weil er mit dem Auge nicht mehr so eine "weite" Strecke zurücklegen muss.
Um beim Thema Auto zu bleiben: Es wurde ein Auto vorgestellt, das sich in der Innenstadt von Braunschweig schon vollständig selbst fortbewegen kann. Damit ist wohl tatsächlich das Zeitalter von "Minority Report" und Co. eingeläutet worden.
Wer auch noch seine Lieblingsmusik hören will, während er vom autonomen Auto kutschiert wird, der besorgt sich am besten den neuen Internetradioempfänger fürs Auto von Blaupunkt. Das Gerät kann mithilfe eines externen UMTS-Handys die Verbindung zum Internet herstellen. Der Spaß kostet etwa 300 bis 400 Euro.
Das 16:9-Format setzt sich immer mehr durch, aber da Kinofilme eigentlich im 21:9-Format gedreht werden, bietet Philips jetzt die entsprechenden Fernseher an.
Mal was anderes ist der "Touchmaster" mit dem man auf einer Tischgroßen Fläche alles Mögliche mit den Händen arrangieren und präsentieren kann. "Multitouch" spielt dabei auch keine unbedeutende Rolle. Mit "Multitouch" kann man - im Gegensatz zu normalen Touchpads, wie man sie von Laptops kennt - nicht nur eine Bewegung machen, sondern es können zwei Bewegungen gleichzeitig registriert werden und so lässt sich alles einfach drehen und wenden, wie man es gerne hätte.
Rico bringt mit der "CX1" die erste Digitalkamera auf den Markt, die "High Dynamic Range" (HDR) unterstützt. HDR sorgt für realistische und sehr schöne Bilder, da es keine Über- und Unterbelichtung mehr gibt und so die ganze Helligkeitsweite zu sehen ist.
Eine vielleicht nicht ganz so alltägliche Innovation ist der "Military PC", der mit Umgebungstemperaturen von -40°C bis +55°C locker klar kommt, sowie Staub- und Wasserresistent ist.
Jetzt noch was für Experten, die gerne etwas haben wollen, um Leute zu verwirren, die kein Fachchinesisch sprechen: Der Intel Core 2 Extreme QX9770 arbeitet mit einer Taktfrequenz von zweimal 3,2 Gigahertz und der Chip besitzt einen 1600 Megahertz schnellen Frontsidebus und 12 Megabyte L2-Cache.
Am Ende noch was aus der Software/Internet-Abteilung: Mit "Yahoo One Place" möchte Yahoo ein persönliches Portal für Nachrichten, Fotos, Videos, Adressen, Recherche sowie Verwaltung von Accounts von Anbietern wie YouTube, eBay oder Facebook anbieten. Dieses soll von jedem Handy erreichbar sein, das Java oder einen Internetbrowser hat. Die gleiche Idee hatte GMX übrigens auch und nennt ihr Projekt "GMX Multimessenger".



















