Obama vs. McCain
Schon vorher zeigte sich, daß diese Wahlen sehr spannend werden würden. Bei den Republikanern stand sehr schnell fest wer ihr "Spitzenkandidat" werden würde. Bei den Demokraten entschied sich das erst bei den letzten Vorwahlen zwischen Hillary Clinton und Barack Obama.
Seitdem die beiden Spitzenkandidaten nun fest stehen geht der Wahlkampf weiter. Die Zeit bis zur Wahl in Amerika besteht immer daraus den anderen Kandidaten möglichst viel zu schaden. Dabei nutzen beide Seiten schon immer die Medien, die natürlich mit Freuden auch dabei mit machen. Natürlich versuchen die Kontrahenten, bis zur Wahl, auch möglichst viele Wähler für sich zu gewinnen. Öffentliche Reden, Auslandsreisen und die sehr beliebten TV-Duelle sind die besten Möglichkeiten für zukünftige Präsidenten Sympathiepunkte zu sammeln und seine Ideen und Vorhaben unters Volk zu bringen. Aber wer sind die beiden Kandidaten überhaupt? Hier mal eine kleine kurz Biografie über die Konkurrenten.
Barack Hussein Obama, Jr. geboren am 4. August 1961 in Honolulu auf Hawaii. Seine Mutter Stanley Ann Dunham und sein Vater Barack Obama Senior (beide sind verstorben) lernten sich als Studenten an der Universität von Haiwaii in Manoa kennen. 1963 ließen sich seine Eltern scheiden. Barack zog mit seiner Mutter und ihrem neuen Ehemann nach Jakarta, dort besuchte er vier Jahre lang die örtliche Schule.
1971 ging Barack zurück nach Hawaii und dort zogen ihn seine Großeltern auf. Dort machte er an der Punahou School Privatschule 1979 mit Auszeichnung seinen Highschool-Abschluss.
Obama studierte 2 Jahre lang an dem Occidental College in LA und wechselte 1981 an die Columbia University in New York City. 1983 machte er dort seinen Bachelor Abschluss in Politikwissenschaften und arbeitete ein Jahr lang in einem wirtschaftlichen Beratungsunternehmen.
1985 arbeitete er für eine gemeinnützige Organisation in Chicago. Danach entschloss er sich Rechtswissenschaften an der Harvard Law School zu studieren. 1991 machte Barack dort seinen juristischen Doktor mit magna cum laude.
1992 heiratete er seine Frau Michelle Obama. Aus der Ehe gingen bisher 2 Töchter hervor. Im selbem Jahr wurde er auch erstmals in der Landespolitik in Illinois aktiv. Er organisierte dort politische Kampagnen um Bill Clinton zu unterstützen. Außerdem übernahm er den Vorsitz des Ausschusses für öffentliches Gesundheitswesen und Wohlfahrt. In dieser Zeit brachte er auch einige Gesetztesinitiativen voran.
Ab 1993 arbeitete er dann als Anwalt in einer Chicagoer Anwaltskanzlei spezialisiert auf Bürgerechte.
Im Jahr 2000 unterlag er dem Mitbewerber und Mandatsinhaber Bobby L. Rushbei bei den Vorwahlen des US-Repräsentantenhaus in einem Wahlkreis in Illinois. Allerdings wurde er zwei Jahre später ohne Gegenkandidaten in den Senat von Illinois gewählt.
Bis 2004 lehrte er Verfassungsrecht an der Fakultät für Rechtswissenschaften der University of Chicago.
2004 gelang es ihm einen Sitz im US-Senat zu erlangen.
Am 4. Januar 2005 wurde er offiziell als Amtsinhaber im US-Senat vereidigt. Barack Obama ist Mitglied in den Ausschüssen von Außenpolitische Beziehungen, Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten, Heimatschutz und staatliche Angelegenheiten und Angelegenheiten der Veteranen.
Am 10. Februar 2007 verkündete er dann in Illinois seine Präsidentschaftskandidatur.
John McCain wurde am 29. August 1936 auf der Basis Coco Solo in der Panama-Kanal-Zone geboren. Sein Vater John S. McCain, Jr. (verstorben) und seine Mutter Roberta Wright McCain haben noch zwei weitere Kinder. Sein Vater und sein Großvater waren beide Admirale der US Navy. Bis zu seinem 10. Lebensjahr besuchte John McCain verschiedene Schulen auf Militärstützpunkten. Nach dem 2. Weltkrieg folgte die Familie dem Vater auf verschiedene Marinestützpunkten. McCain besuchte ungefähr 20 Schulen bevor er ab 1951 die private Episcopal High School besuchte und 1954 erfolgreich abgeschlossen hat. Danach trat er in die US Navel Academy ein.
1965 heiratete er das Model Carol Shepp. 1980 ließen sich die beiden Scheiden. Aus der Ehe stammt eine Tochter und zwei Stiefsöhne.
McCain war Marineflieger im Vietnamkrieg. Am 26. Oktober 1967 wurde er während eines Angriffes auf ein Wasserkraftwerk abgeschossen und war Kriegsgefangener der Nordvietnamesen. Er kam in das Gefangenenlager Hanoi Hilton und wurde dort auch gefoltert. Die Folter hat bei ihm permanente körperliche Behinderungen verursacht. Am 14. März 1973 wurde er dann freigelassen.
Am 17. Mai 1980 heiratete er ein zweites Mal. Die Ehe mit Cindy Hensly McCain besteht bis heute. Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. Außerdem haben die Beiden eine Adoptivtochter. John McCain ist inzwischen vierfacher Großvater.
1981 trat er aus dem Rang des Captains aus. McCain erhielt eine Vielzahl von Auszeichnungen im Militärdienst. Darunter sind der Silver Star (Orden für besondere Tapferkeit), Bronze Star (Auszeichnung für herausragende Leistungen im Kampfeinsatz), Legion of Merit (Legion des Verdienstes), Purple Heart (Verwundetenauszeichnung) und Distinguished Flying Cross.
John McCain wurde 1982 in das US-Repräsentantenhaus von Arizona gewählt. Er stellte sich auch 2 Jahre später zur Wiederwahl auf, die er auch gewann.
1987 war dann die Wahl des US-Senats für Arizona. Bis heute ist er in dem Senat ununterbrochen vertreten. Er ist Mitglied im Ausschuss für Streitkräfte, Handel, Wissenschaft und Verkehr.
McCain entwarf während seiner Zeit im Senat einen Gesetzesentwurf für das Verbot grausame, unmenschliche und entwürdigende Behandlungen von Gefangenen.
Der Senat stimmte dem Entwurf zu, doch der Präsident George W. Bush legte ein Veto ein.
2000 trat McCain schon einmal als Präsidentschaftskandidat an. Er verlor allerdings gegen sein Konkurrenten George W. Bush.
Im Frühjahr 2007 verkündete er seine erneute Präsidentschaftskandidatur.
Jetzt wisst ihr wer die beiden Kandidaten sind, aber das alleine würde nicht ausreichen um genau zu wissen, wen man wählen soll. Na, gut wir dürfen ja ohnehin nicht wählen, aber trotzdem beschreibe ich euch kurz was die Themen bzw. die Standpunkte von Barack Obama und John McCain sind.
BARACK OBAMA (DEMOKRAT)
IRAKKRIEG: Obama möchte so schnell wie möglich ein Rückzug der US-Truppen aus dem Irak. Außerdem ist er gegen einen permanenten Stützpunkt dort. Ein Teil der Truppen sollen allerdings direkt nach Afghanistan entsendet werden.
GUANTANAMO: Er will eine Schließung des Gefangenenlager erreichen. Gefangene sollen sich vor Militärischen- und Zivilengerichten in den USA verantworten. Das Recht auf angemessene Verteidigung und Inhaftierung ohne Gerichtsbeschluss soll wieder hergestellt werden. Alle Formen sollen voll und ganz verboten werden.
KLIMASCHUTZ: Er will mehr Mittel für die Erforschung neuer Energiequellen zur Verfügung stellen. Weiterhin will der den CO2-Ausstoß und den Ölverbrauch senken. Er plant auch eine Einführung eines Emissionshandels. Die CO2 Werte sollen bis zum Jahr 2050 um 80% sinken.
SOZIALEGERECHTIGKEIT: Barack Obama will gegen die Armut kämpfen. Er plant u.a. Ausgaben von Lebensmittelmarken.
STEUERERLEICHTERUNGEN: Er plant Erleichterungen für den Mittelstand und Geringverdiener und will die Steuergeschenke für Spitzenverdiener die unter Bush genehmigt worden sind rückgängig machen.
WIRTSCHAFT: Um die Wirtschaft anzukurbeln plant er eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes.
EUROPA: Genau wie McCain hält auch Obama die Europäer für wichtige Verbündete.
GESUNDHEITSSYSTEM: Er will durch Zuschüsse die Amerikaner dazu bewegen eine Krankenversicherung abzuschließen. Eine Versicherungspflicht will er nur für Kinder einführen.
EINWANDERER: Illegale Einwanderer sollen die Möglichkeit bekommen sich in die Gesellschaft zu integrieren. Gastarbeiterprogramme werden von ihm unterstützt. Allerdings hat er für den Bau eines Grenzzaunes zu Mexiko gestimmt.
TODESSTRAFE: Er ist zwar dafür, sagt aber auch das die Todesstrafe nur wenig Abschreckt vor verbrechen. Genauso sagt er das viele Todesurteile auf fragwürdige Polizeimethoden und rassistische Hintergründe zurückzuführen sind.
SOZIALLIBERAL: Obama setzt sich für schwul- lesbische Organisationen ein und unterstützt die AIDS-Prävention.
JOHN McCAIN (REPUBLIKANER)
IRAKKRIEG: Er ist dafür möchte allerdings noch mehr Truppen dort hin entsenden. Die Truppen sollen dann solange da bleiben, bis zu einem Sieg bzw. bis das Land stabilisiert ist.
GUANTANAMO: McCain will Guantanamo schließen, da er einen moralischen Standard für wichtig hält und daher kein Gefangener gequält oder unmenschlich behandelt werden darf.
KLIMASCHUTZ: Er ist dafür ein international verbindliches Abkommen abzuschließen. Außerdem will er umweltfreundliche Energiequellen und internationales Emissionshandel fördern, das Treibhausgas CO2 um 60% bis 2050 senken und umweltschonende Technologien fördern.
ATOMKRAFT: McCain will bis zum Jahr 2030 45 neue Atomkraftwerke bauen lassen. Bisher wurden keine neuen genehmigt, da die Entsorgung unklar ist.
ÖLFORDERUNG: Er ist gegen die Ölförderung vor der Arktis.
STEUERERLEICHTERUNGEN: McCain will unter anderem die US Wirtschaft und deren Konjunktur durch Steuererleichterungen (u.a. Erbschaftssteuer) stärken. Sein Programm will er durch Kürzungen bei der Sozialhilfe finanzieren. McCain sagt von sich selbst, das er von Wirtschaft nicht soviel Ahnung hat.
EUROPA: John McCain ist für eine bessere Zusammenarbeit mit Europa. Er legt mehr Wert auf Diplomatie.
GESUNDHEITSPOLITIK: Viele US-Bürger haben keine Krankenversicherung. Damit sich das jeder leisten kann ist er für einen größeren Wettbewerb und Abbau der Bürokratie. Weiter Lösungen sind Prävention, höhere Effizienz und Steuerfreibeträge.
EINWANDERUNG: McCain will eine größere Absicherung der Außengrenzen aufbauen.
ABTREIBUNG: Er ist Abtreibungsgegner.
HOMO-EHE: Er lehnt gleichgeschlechtliche Ehen ab, aber akzeptiert eingetragene Lebenspartnerschaften in einzelnen Bundesstaaten.
STAMMZELLENFORSCHUNG: Forschung an embryonalen Stammzellen möchte er verbieten lassen.
WAFFENGESETZ: Er möchte gerne Beschränkungen für den Verkauf, Erwerb und Handel mit Schusswaffen. Aber er befürwortet auch Kontrollmaßnahmen und Beschränkungen der Interessenverbänden.
TODESSTRAFE: Er möchte die Ausweitung auf internationale Drogenhändler und Terroristen. Möchte aber auch das Verbot der Anwendung der Todesstrafe bei Minderjährigen.
Dies ist ein kleiner Überblick was die beiden vorhaben. So wie es bei Wahlen immer ist, wird meistens nicht alles umgesetzt was man sich vorgenommen hat. Daher gelten wohl manche Punkte als fragwürdig, wie z.B. die Schließung Guantanamos.
Nichtsdestotrotz versprechen es am 4. November spannende Wahlen zu werden.


















